Disarstar
HauptbühneFreitag, 24.07.19:00
Der Hamburger Rapper passt in keine Schublade. Disarstar interessieren nicht Autos und Drogen, sondern Karl Marx und Kapitalismuskritik. Seine Geschichte ist auch nicht die des typischen Underdogs, sondern die eines Sohnes aus bürgerlichem Hause, der seinen Weg nicht findet und abstürzt. Prekäre Lagen, frühes Ausziehen, Schullaufbahnsorgen, Gewalt und Suchtproblematik pflastern den Weg des Musikers, der sich aufrafft, mit 30 Jahren Vater geworden ist und neben seiner Rapkarriere auch noch eine Ausbildung zum Tischler startete. Nach dem Erfolg von Veröffentlichungen wie „Rolex für alle“ (2022) oder „Overdose“ (2024), ausverkauften Tourneen und Festival-Headliner-Shows veröffentlichte Disarstar 2025 sein achtes Album "Hamburger Aufstand", das an den Versuch der KPD um Ernst Thälmannn erinnert, die 1923 zu Zeiten der Weimarer Republik einen Umsturz aufzuziehen suchte. Mit seiner kompromisslosen Kritik an den Ungerechtigkeiten und Missständen legt der Rapper seinen Finger in die Wunden seiner Stadt und seines Landes. Die Beats sind dunkel, aber trotzdem tanzbar. Rap ist für Disarstar die Verbindung von Straße und linker Theorie. Im Deutschrap ist Disarstar damit eine Ausnahmeerscheinung, und wenn er die Bühne betritt, wird er den Acker zum Brennen bringen.
